Ausbildungsbetrieb insolvent – was nun?!

Zu allererst einmal gilt Ruhe bewahren!

Eine drohende Insolvenz oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ist kein Kündigungsgrund sofern weiter gearbeitet wird. Dennoch solltest du einige Dinge beachten:
Setz dich am besten persönlich mit der Agentur für Arbeit, der Berufsschule und der IHK in Verbindung!
Dein Betrieb muss dir auf jeden Fall bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz helfen.

Auch wenn du kein Gehalt mehr bekommst, solltest du trotzdem – sofern es möglich ist – deiner Arbeit nachgehen und selbstverständlich weiterhin die Berufsschule besuchen.
Sollte im Betrieb nicht mehr ausgebildet werden, kannst du oder bei Minderjährigen der Erziehungsberechtigte, kündigen. Kommt es allerdings zu einer Übernahme des Betriebes, kann der Betrieb verpflichtet sein, dich zu übernehmen. Genaueres kann euch aber auch hier die IHK sagen.

Achtung wichtig:

Der Insolvenzberater verwaltet ab dem Zeitpunkt, an dem das Insolvenzverfahren eingeleitet wird oder die Insolvenz droht, die Finanzen und den betrieblichen Ablauf. Er löst damit euren Ausbilder ab. Auch ausstehende Zahlungen sind beim Insolvenzberater anzumelden.
Zusätzlich ist er auch verpflichtet, dich bei der Suche eines neuen Ausbildungsplatzes zu unterstützen.
Ganz egal, ob du nun kündigst oder dein Ausbildungsbetrieb insolvent gegangen ist, es heißt nicht, dass du Zeit verlierst. Viele Schulen nehmen noch bis zu den Herbstferien Schüler an, sofern sie Platz haben. Außerdem kannst du Glück haben und vielleicht eine neue Ausbildung finden.

Es kommt auch nicht selten vor, dass Ausbildungsverhältnisse in der Probezeit beendet werden. Auch Praktika sind eine gute Option, die Zeit sinvoll zu nutzen, um sich weiterzubilden. Zudem gibt es auch noch die Möglichkeit als Au Pair zu Arbeiten oder Work & Travel zu machen.