Bewerbungen elektronisch zu dem (hoffentlich) zukünftigen Arbeitgeber zu übermitteln, ist angesagt und erspart dem Bewerber wie auch dem Arbeitgeber viel Zeit und Geld. Egal, ob per Mail oder per Online-Formular, man sollte ein paar grundlegende Regeln beachten.
Generell besteht eine Bewerbung per Mail aus denselben Bestandteilen wie eine klassische Bewerbung per Post: Anschreiben, Lebenslauf und auch Anlagen wie Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen dürfen nicht fehlen. Packe diese Bestandteile in eine PDF-Datei, so sparst du dem Leser einiges an Zeit und Klickerei. Achte bei gescannten Dokumenten wie deinem Abi-Zeugnis, den Arbeitszeugnissen oder Beurteilungen darauf, dass diese lesbar und in der richtigen Richtung gescannt sind. Vermeide Formate wie Word oder OpenOffice Dateien. Mit einer PDF-Datei bist du auf der sicheren Seite! Einen kostenlosen PDF-Reader kannst du dir einfache über eine Google-Suche herunterladen.
Bei einer Bewerbung via E-Mail kommt es auch auf die richtige Betreff-Zeile an. Sage kurz und knapp, um was es geht. Zum Beispiel: „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Mediengestalter – Max Mustermann“. Viele Bewerber kopieren ihr komplettes Anschreiben in den E-Mail Text. Es reicht aber völlig aus, einen kurzen höflichen Text mit deinem Anliegen, Namen, Mailadresse und Anschrift zu verfassen. Ein No-Go ist hierbei der bekannte E-Mail Jargon (Rechtschreibung!), Smileys oder auch eine fehlerhafte Anrede. Denke immer daran, dass diese E-Mail den ersten Eindruck von dir vermittelt und der „Türöffner“ für ein Vorstellungsgespräch ist!
Das richtige Anschreiben ist auch hier ein elementarer Bestandteil deiner Bewerbung. Falls du vorher schon mit der Personalabteilung telefoniert hast, beziehe dich auf das Telefonat, sodass die Person deine Bewerbung direkt mit dir verknüpfen kann.
Beliebt bei großen Unternehmen mit vielen Bewerbungen ist auch oft das Online-Formular. Bei den meisten Webseiten der Unternehmen findest du den Zugang unter „Karriere“ oder „Jobs“. Achte bei der Stellenausschreibung genau darauf, welche Form der Bewerbung von dir verlangt wird. Halte dich daran! Wenn du dich per Online-Formular bewirbst, achte auf die maximale Dateiengröße. Schlecht wäre es, wenn deine Bewerbung „zerstückelt“ beim Empfänger ankäme. Nicht wundern, oftmals erhältst du dann auch ein computergeneriertes Antwortschreiben.

Wichtig bei beiden Verfahren ist auch eine seriöse E-Mail-Adresse. „Partymaus_68“ oder „bunny_killer2“ sind bestimmt super Spam-Adressen, sollten mit deiner Bewerbung aber nichts zu tun
haben.

Falls es irgendwo hakt oder du auf unerwartete Probleme triffst, hilft ein freundliches Telefonat mit der jeweiligen Personalabteilung meistens weiter. Hier hast du bereits die Chance, dich
zu beweisen und einen ersten positiven Eindruck zu vermitteln. Absolutes Muss: Freundlichkeit!

TIPPS
1. Ein einseitiger Lebenslauf ist völlig ausreichend für Bewerber
mit wenig Berufserfahrung. Widerstehe daher der Versuchung, den Lebenslauf
mit irrelevanten oder unnötigen Details auszuschmücken.

2. Umgekehrte chronologische Reihenfolge:
Wenn du im Lebenslauf zuerst deine letzten Funktionen oder neuesten Qualifikationen
aufführst, sorgst du so dafür, dass dem Personalentscheider zuerst die wichtigsten
Informationen ins Auge fallen.

3. Weniger ist mehr: Ein Lebenslauf darf schlicht und einfach gehalten sein, denn
er soll ja seriös wirken. Wenn du Farbe verwenden willst, dann dezent und in Maßen.
Das gleiche gilt für ausgefallene Schriftarten – vertraue auf die Klassiker wie Arial,
Times New Roman oder Helvetica in Schriftgröße 8 – 12 Pt.

4. Vermeide Lücken im Lebenslauf (falls du Mut zur Lücke beweist,
solltest du spätestens im Vorstellungsgespräch auf Rückfragen vorbereitet sein)