Was ist nur aus den guten, alten Berufsnamen geworden?

Du hast Deinen Job gefunden und erzählst Deinen Freunden erwartungsvoll, dass Du ein „First Level Supporter“ bist. Höchstwahrscheinlich blickst Du dann in fragende Gesichter. „Häh? Was bist Du?“Die Reaktionen dürften oft genauso ausfallen.

Also beginnst Du zu erklären, dass ein „First Level Supporter“ Reklamationen entgegen nimmt. Früher wäre die Tätigkeit vermutlich „Telefonischer Kundendienst“ genannt worden. So einfach ist das. Klingt aber nicht einmal im Ansatz so spannend. Und so ist es heute gängig, dass von einem „Director of Human Resources“ die Rede ist. Auf gut Deutsch: Er ist Personalleiter.

Immer mehr Unternehmen wollen sich aber international aufstellen und verstehen sich als Global Player.
Daher ist es mittlerweile üblich, Stellen lieber in englischer Sprache auszuschreiben – auch bei hier ansässigen Unternehmen. Im Global Village spricht man eben Englisch.

Aber was macht ein Key Accounter? Wofür ist ein Billing Manager zuständig?

Aus den Begriffen, den Job abzuleiten – das ist fast unmöglich. Ein Billing Manager etwa führt in der Regel die Tätigkeiten eines Buchalters aus. Ein Key Accounter kann ein Großkundenbetreuer sein, manchmal ist er einfach nur ein Verkäufer. Nachfragen lohnt sich.

Noch ein Beispiel gefällig?
Was macht eigentlich ein „Vision Clearance Engineer“? Ganz einfach.

Er putzt die Fenster.