Von einem gelungenen Anschreiben hängt alles ab – Absage und weitersuchen oder Zusage und durchstarten.

Beim Anschreiben geht es um mehr, als sich möglichst wortgewandt im besten Licht darzustellen. Natürlich sollten alle formalen Anforderungen an ein Anschreiben wie Kopfzeile, Empfängerdaten und nicht zuletzt der korrekte Name des Ansprechpartners, erfüllt sein. Danach geht es ans Eingemachte: der inhaltliche Aufbau des Bewerbungsschreibens.

 

Die Einleitung

Einen guten Einstieg in das Anschreiben zu finden, ist wohl die schwierigste Hürde. „Hiermit bewerbe ich mich als…“ ist als Einleitung auf jeden Fall die schlechteste Wahl. Man sollte im  Hinterkopf haben, dass Personaler jeden Tag unzählige Bewerbungen sichten und die Standard-Formulierungen nur zu gut kennen. Mit derartigen Floskeln kann man weder Interesse wecken, noch sich von Konkurrenten abheben. Ziel ist es also, gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit des Personalers zu wecken, aber dafür muss man sich eine kreative und individuelle Einleitung einfallen zu lassen. Optimalerweise kann man Bezug auf ein vorangegangenes Telefonat nehmen. Außerdem sollten in der Einleitung folgende Punkte untergebracht werden: Das Interesse am
Unternehmen, warum man ausgerechnet diese Position anstrebt und in welcher beruflichen Position man sich gerade befindet.

Der Hauptteil

Hier geht’s richtig los: Der Personaler muss im Hauptteil überzeugt werden, dass man der perfekte Kandidat für die Stelle ist. Es ist entscheidend, sich die Stellenbeschreibung zur Hand zu nehmen und sich intensiv mit dem Anforderungsprofil auseinanderzusetzen. Nun geht es darum, die geforderten Qualifikationen auch argumentativ mit Beispielen und Erfahrungen zu belegen. Zu behaupten, dass man fließend Englisch spricht, reicht nicht aus. Man muss dies auch beweisen. Man kann zum Beispiel auf Sprach-Zertifikate verweisen oder ein Auslandsjahr anführen. Auch die Soft Skills, also Fähigkeiten, die über die fachlichen hinausgehen und die die Persönlichkeit betreffen, müssen untermauert werden. Es reicht nicht, zu behaupten, dass man belastbar und ein toller Teamplayer ist. Auch hier sollte der Leser des Anschreibens einen Einblick in das Leben des Bewerbers erhalten, wobei der berufliche Werdegang und auch privates Engagement die genannten Soft Skills belegen sollen. Es versteht sich fast von selbst, dass Standard-Bewerbungen, die an mehrere Adressen geschickt werden, meist durch das Raster fallen. Es ist notwendig, das
Bewerbungsschreiben für jeden potenziellen Arbeitgeber individuell zu gestalten. Bewerbungen, die keinen Unternehmensbezug herstellen, werden zum allergrößten Teil sofort aussortiert.

Der Schluss

Genauso wichtig wie der Einstieg ist auch der Schlusssatz. Es ist keinesfalls verkehrt die wesentlichen Fakten der Bewerbung noch einmal zusammenzufassen. Das Wichtigste ist allerdings, dass man auf möglichst höfliche – aber auf selbstbewusste Art – den Wunsch äußert, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Niemals sollte im Schluss der Konjunktiv verwendet werden! Also Wörter wie „würde“, „hätte“ und „könnte“. Letztendlich soll man die Botschaft überbringen, dass man genau der oder die Richtige für das Unternehmen ist und nicht um die Stelle bittet. //nn