Nachdem letzte Woche Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf als das Geheimrezept für hohe Leistungsfähigkeit entlarvt wurde und sich intensiver mit der Ernährung während einer Lernphase beschäftigt wurde, geht es nun um die Bewegung.

Warum steigert Bewegung meine Leistungsfähigkeit? Welche Art der Bewegung ist sinnvoll in der Lernphase? Was soll das Ganze? Fitnessstudio-Boys sind ja nicht gerade bekannt für ihre Smartness….

Aber dennoch, Fitness macht schlau!

Zum einen wird die Durchblutung im Gehirn verbessert, wodurch auch das Denken besser in Fluss kommt. Hierfür muss man auch nicht kilometerweit joggen oder ein hartes Workout durchziehen. Selbst langsame Spaziergänge steigern die Durchblutung um 20%.
Zum anderen vernetzen sich vermehrt die Nervenzellen im Gehirn durch Bewegung. Dadurch kann das Hirn optimal genutzt werden. Wenn man bedenkt, dass der Mensch nur ca. 10% seines Gehirns nutzt, ist das eine gute Chance ein wenig mehr rauszuholen. Zusammenhänge werden besser erkannt und Motorik und Intelligenz werden gestärkt.
Seratonin, Noradrenalin und Dopamin sind Neurotransmitter, die sich positiv auf Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und Motivationsprozesse auswirken. Deren Konzentration wird durch sportliche Aktivität erhöht. Dadurch können stressige Situationen wie eine Prüfungsphase besser weggesteckt werden und man ist insgesamt entspannter. Auch die Motivation wird gesteigert. Nicht nur in der Lernphase oder auf der Arbeit, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen ist man vitaler unterwegs. Allein schon, dass das Immunsystem gestärkt wird und man somit weniger krank wird, fördert das Wohlbefinden.

Auch während des Lernens kann Bewegung gut sein. Vokabeln lernen beim Spazieren gehen oder Stationenarbeit im Zimmer kann motivierend sein!

In deutschen Schulen kommt der Sportunterricht trotzdem zu kurz und die Bedeutung von Bewegung wird den Schülern nicht nahe gebracht. Vielleicht ist deshalb jeder 5. Schüler übergewichtet – Tendenz steigend. Doch gerade junge Leute sollten sich sportlich betätigen, da das Gehirn in den jungen Jahren um einiges anpassungsfähiger ist. Die Fitness mit ca. 18 Jahren beeinflusst die geistige Performance für den Rest des Lebens. Außerdem fördert der Sportunterricht durch die oben beschriebenen Vorteile wie Durchblutung etc. die Leistung in allen anderen Fächern.
Und zum Schluss noch eine wertvolle Info: Sport macht süchtig! Wer Sport regelmäßig treibt, entwickelt ein Bedürfnis nach Bewegung und erntet somit alle guten Nebeneffekte. Also, nur einmal den Anfang finden, dann läufts von alleine und das Lernen geht schneller! Und wenn nebenher ein Pfündchen verloren geht, vielleicht sogar während der Lernphase, hat man wieder einen Grund zur Freude 🙂

Isabell Paas