Jeder kennt es, jedem ist es schon einmal passiert: Zuspätkommen wegen des Wetters.
Gerade im Herbst und Winter häufen sich die Regentage und es kommt zum ersten Schnee. Wie jedes Jahr ist das alles völlig überraschend und man ist nicht vorbereitet. Auf einmal haben tausend Autofahrer vergessen wie man ein Auto fährt oder die Deutsche Bahn hat mit dem sehr plötzlichen Wetterumschwung im Winter nicht gerechnet und es kommt wegen Vereisungen und Räumungsarbeiten zu sämtlichen Verspätungen und Staus.

Doch was passiert, wenn ich deshalb zu spät auf die Arbeit komme?

Rechtlich ist der Arbeitnehmer – also auch wir Azubis – dazu  verpflichten pünktlich zum Arbeitsbeginn im Betrieb zu sein. Eine Verspätung wegen des Wetters ist nur dann zu entschuldigen wenn „höhere Gewalt“ im Spiel war, dh. ein umgefallener Baumstamm auf der Straße, amtliche Sturmwarnung vom Wetterdienst mit der Aufforderung das Haus nicht zu verlassen, etc.

Stau, Schnee und Regen zählen nicht zur „höheren Gewalt“, sondern zu üblichen Witterungsverhältnissen. Deshalb müssen wir den Wetterdienst vorher checken und notfalls bei schlechtem Wetter früher das Haus verlassen. Falls es doch später wird, kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nicht sofort abmahnen, allerdings kann er verlangen, die versäumte Arbeitszeit nachzuholen. Egal aus welchem Grund man daran gehindert wird, pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen, der Arbeitgeber ist über die Verspätung in jedem Fall zu informieren!

Aber wir wissen ja auch,  dass unsere Chefs Menschen sind und oftmals Verständnis dafür zeigen, wenn man im Winter mal zu spät im Büro eintrifft!

Bild: © Rainer Sturm  / pixelio.de