Die Stadt wieder etwas grüner machen. Das urbane Gärtnern ist ein Trend, der weltweit immer mehr Zulauf in (Groß-)Städten findet. Besonders der Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist eng mit dem Urban Gardening verknüpft.

 

Was ist Urban Gardening eigentlich?

Im Grunde handelt es sich hierbei um die verschiedensten Arten urbaner Landwirtschaft. Ob in Form von städtischen Gemeinschaftsgärten, Begrünung von brachliegenden Flächen und Bürgersteigen oder schlicht ein paar Tomaten auf dem Balkon: All diese Beispiele sind Facetten des Urban Gardenings, das als Nebeneffekt ganze Stadtteile verschönert und oft auch Gemeinschaften entstehen lässt.

Warum widmen sich so viele Menschen Urban Gardening?

Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: Manche wollen sich selbst mit Nahrungsmitteln versorgen, um zu wissen, was sie essen. Natürlich aber auch um Ressourcen und lange Transportwege, die viel CO2-Ausstoß verursachen, zu vermeiden. Vielen ist es ein Anliegen ihren Kindern in städtischer Umgebung den Ursprung und Lebenszyklus von Lebensmitteln aufzuzeigen. Andere wiederum sehnen sich nach einer grünen Oase mitten in der Stadt oder wünschen sich öffentliche Räume, um Dinge im Freien selbst oder gemeinschaftlich in Form von körperlicher Arbeit umzusetzen.

Ein weiteres Ziel des Urban Gardenings ist es die Artenvielfalt zu erhalten und auszubauen. So pflanzen viele Menschen in Städten auch gewisse Sorten an, die in der heutigen kommerziellen Landwirtschaft keine Verwendung mehr finden und dadurch vor dem Verschwinden bedroht sind. Durch das Begrünen der Stadt schafft man auch Lebensgrundlage für bestäubende Insekten wie Bienen,  die es in Zeiten von Monokulturen und Pestiziden zunehmend schwierig haben, Nahrung zu finden. Zudem trägt man – wenn auch in kleinem Umfang – zu einer besseren Luftqualität bei. So kann man ganz einfach selbst mit nur ein paar Pflanzen im Hinterhof, auf der Terrasse oder auf dem Balkon etwas für sein ökologisches Gewissen tun – und es ist sogar noch schön anzusehen.

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